Kommunalrichtlinie fördert Wolfhager Investitionen
Wolfhagen hat die Chance genutzt, um die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) bekanntgegebene Förderung von kommunalen Investitionen in die städtische Straßenbeleuchtung zu beantragen.Ende Dezember 2010 hatte das Bundesumweltministerium die neuen Fördermöglichkeiten für Vorhaben im lokalen Klimaschutz veröffentlicht und für die Beantragung eine kurze Frist bis zum 31. März 2011 gesetzt.
Die sogenannte Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative (Kommunalrichtlinie) sieht unter anderem auch die Förderung von Kommunen bei der Umsetzung ihrer Straßenbeleuchtung auf die LED-Technologie vor, wenn dadurch eine 60-prozentige Emissionsminderung erreicht wird.Wolfhagen war klar im Vorteil, denn die Stadtwerke Wolfhagen GmbH hatten bereits ein fertiges Konzept zur Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik auf dem Tisch liegen. Dieses Vorhaben sollte ohnehin in den kommenden Jahren als weiterer Aspekt auf dem Weg zur energieeffizienten Stadt umgesetzt werden.
Den ersten Förderantrag nach der neuen Kommunalrichtlinie konnte Wolfhagen so bereits am 04. Januar 2011 beim Projektträger Jülich einreichen. Einen Monat später folgten die weiteren Anträge Wolfhagens zur Umrüstung für die Stadtteile und weitere Gebiete in der Kernstadt.
Die Nachfrage nach entsprechender Förderung war sehr groß, denn die gebotene Förderung trifft den aktuellen Bedarf der Kommunen und regt Investitionen und die regionale Wertschöpfung an.
Bis zum Ablauf der Frist lagen dem BMU und dem Projektträger Jülich rund 1.500 Anträge vor.
Aufgrund der schnellen Reaktion von Stadtverwaltung und Stadtwerke Wolfhagen GmbH konnte sich Wolfhagen als eine der ersten Kommunen über einen Förderbescheid (bis zu 40% der Investitions- und Installationskosten) freuen; der zweite folgte eine Woche später.
Insgesamt wird die Umstellung der städtischen Straßenbeleuchtung auf LED-Technik mit 297.154 Euro gefördert. Dabei fallen auf den Förderzeitraum 01.10.2011 – 30.09.2012 nochmals 226.497 Euro. Aufgrund der diesjährigen Kommunalwahl und der damit einhergehenden Neubenennung des Beleuchtungsbeirates hat sich die Projektlaufzeit um ca. 3 Monate verlängert. Die Umsetzungsphase, die mit der Sanierung im Gebiet des alten Teichbergs anfängt, wird voraussichtlich im August beginnen.
Aufgrund der guten Vorbereitung der Stadtwerke war es außerdem möglich, auch die Gemeinde Bad Emstal und die Stadt Niedenstein bei der Erstellung von Förderanträgen zu unterstützen.
Seit 2008 hat das Bundesumweltministerium mit der Kommunalrichtlinie etwa 900 Kommunen beim lokalen Klimaschutz unterstützt. Aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative konnte das Bundesumweltministerium so die Entwicklung von Klimaschutzkonzepten und Modellprojekten anstoßen sowie die Einstellung von Klimaschutzmanagern zur Umsetzung dieser Konzepte erleichtern. Auch Klimaschutztechnologien in der Stromnutzung, etwa bei der kommunalen Straßenbeleuchtung, konnten so wie in Wolfhagen zur Anwendung gebracht werden.
1.Förderprojekt
Zuwendungsempfänger: Stadt Wolfhagen
Zuwendung aus dem Bundeshaushalt für das Vorhaben: "KSI: 1.Teilprojekt der Sanierung der Straßenbeleuchtung der Stadt Wolfhagen
Förderkennzeichen: 03KS1441
Bewilligungszeitraum : 01.04.2011 - 30.11.2011
Finanzierungssumme : 70.657,00€
2.Förderprojekt
Zuwendungsempfänger: Stadt Wolfhagen
Zuwendung aus dem Bundeshaushalt für das Vorhaben: "KSI: Sanierung der Straßenbeleuchtung Wolfhagen2"
Förderkennzeichen: 03KS1570
Bewilligungszeitraum: 01.10.2011 - 30.09.2012
Finanzierungssumme: 226.497,00€








